KPI-Playbook für Projektportfolio-Manager

Dr. Jonas Steeger

Welche KPIs zählen wirklich im Projektportfoliomanagement? Unser Playbook zeigt, wie strategische, finanzielle und operative Kennzahlen den Erfolg eines Portfolios messen – mit Fokus auf EBIT-Impact, Schedule Adherence & Co. Jetzt entdecken!

Welche Metriken wirklich zählen, um den Projekterfolg zu messen und Portfolios zu optimieren

Projektportfoliomanagement (PPM) ist weit mehr als die bloße Verwaltung einzelner Projekte. Es geht darum, strategische Ziele effizient umzusetzen, Ressourcen optimal zu nutzen und den größten Nutzen für das Unternehmen zu generieren. Doch nicht jedes Projekt sollte gleich bewertet werden – insbesondere in verschiedenen Stage Gates unterscheiden sich die relevanten KPIs. Ein Projekt in der Ideenphase wird nach Potenzial und Risiko bewertet, während ein Projekt kurz vor der Fertigstellung durch Effizienz und Finanzkennzahlen gemessen wird. Mehr zu Stage-Gate-Prozessen erfahren Sie hier: "Stage-Gate-Modell: Strukturierte Entscheidungsfindung im PPM".

In diesem Artikel beleuchten wir die wichtigsten Kennzahlen, die Portfolio-Manager im Blick behalten sollten, um fundierte Entscheidungen zu treffen. Falls Sie noch nicht mit den Grundlagen des PPM vertraut sind, empfehlen wir unseren umfassenden Einführungsartikel zum Thema "Projektportfoliomanagement - Eine umfassende Einführung".


1. Strategische KPIs: Messen, ob das Portfolio die Unternehmensziele unterstützt

Strategic Alignment Score

Misst, wie gut die Projekte im Portfolio mit der Unternehmensstrategie abgestimmt sind. Hierbei werden Projekte nach Relevanz für strategische Ziele bewertet.

Formel:
Strategic Alignment Score = (Summe der gewichteten strategischen Werte aller Projekte) / (Anzahl der Projekte)

Value Contribution Index

Wie hoch ist der Wertbeitrag jedes Projekts zum Gesamtportfolio? Diese Metrik hilft, unwichtige oder ineffektive Projekte zu identifizieren.


2. Finanzielle KPIs: Wirtschaftlichkeit und Rentabilität im Blick behalten

Return on Investment (ROI)

Eine klassische Kennzahl, um den finanziellen Erfolg eines Portfolios zu bewerten.

Formel:
ROI = (Ertrag - Investition) / Investition

EBITDA- & EBIT-Impact

Diese KPIs zeigen, wie sich ein Projekt auf das Betriebsergebnis auswirkt. EBITDA (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation, and Amortization) misst die operative Rentabilität ohne Berücksichtigung von Abschreibungen und Steuern, während EBIT (Earnings Before Interest and Taxes) zusätzlich Abschreibungen einbezieht.

Formel:
EBITDA-Impact = Geschätzte EBITDA-Veränderung durch das Projekt

EBIT-Impact = Geschätzte EBIT-Veränderung durch das Projekt

EBITDA- & EBIT-Impact at Risk

Misst den finanziellen Einfluss von Risikofaktoren auf die erwartete EBITDA-Verbesserung. Eine wichtige Metrik, um Worst-Case-Szenarien abzubilden.

Formel:
EBITDA-Impact at Risk = EBITDA-Impact x Risiko-Expositionsfaktor

Mehr zum Thema Budget- und Ressourcenplanung finden Sie in unserem Artikel über Portfolioplanung "Effiziente Portfolioplanung: So gelingt die Ressourcenverteilung".


3. Operative KPIs: Effizienz und Projektdurchführung messen

Schedule Performance Index (SPI)

Bewertet, ob Projekte im Zeitplan liegen.

Formel:
SPI = Earned Value (EV) / Planned Value (PV)

Ein SPI >1 bedeutet, dass das Projekt schneller als geplant verläuft, während ein SPI <1 auf Verzögerungen hinweist.

Schedule Adherence

Eine entscheidende Kennzahl zur Messung der Einhaltung von Zeitplänen.

Formel:
Schedule Adherence = (Fertiggestellte Aufgaben / Geplante Aufgaben) x 100%

Resource Utilization Rate

Wie effizient werden Ressourcen genutzt?

Formel:
Nutzungsrate = (Genutzte Kapazität / Verfügbare Kapazität) x 100%

Detaillierte Einblicke zur Ressourcenplanung finden Sie hier: "Optimales Ressourcenmanagement im Projektportfoliomanagement".


4. Risikomanagement-KPIs: Risiken frühzeitig erkennen

Risk Exposure Index

Ein aggregierter Wert, der das Gesamtrisiko eines Portfolios widerspiegelt.

Formel:
Risk Exposure = Eintrittswahrscheinlichkeit x Einflussgrad des Risikos

Weitere Tipps zur Risikominimierung gibt es hier: "Effektives Risikomanagement im PPM".


Fazit: Erfolgreiches PPM braucht datenbasierte Entscheidungen

Die Auswahl und das Monitoring der richtigen KPIs sind entscheidend, um die Performance eines Projektportfolios zu optimieren. Strategische, finanzielle, operative und risikobasierte Metriken geben Portfolio-Managern die nötigen Werkzeuge an die Hand, um fundierte Entscheidungen zu treffen und Projekte auf Kurs zu halten. Dabei sollten frühe Projektphasen eher anhand potenzieller finanzieller und strategischer Beiträge bewertet werden, während spätere Phasen verstärkt auf operative Effizienz und realisierte Ergebnisse fokussiert sind.

Welche KPIs verwenden Sie in Ihrem Portfolio-Management? Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns in den Kommentaren!

Mehr spannende Einblicke zum PPM finden Sie in unserem Blog "Nordantech Blog".

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Gerne sprechen wir mit Ihnen über Ihr Projekt und die Vorteile, die Ihnen die Implementierung einer PPM Software bringen wird.

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Ihr Ansprechpartner: Christian Kuhs
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